Der Kollaps und das Klima

Eigentlich halte ich mich ja raus. Ich muss nicht meinen Kommentar zu den ganzen Klimadiskussionen im Netz dazugeben. Ich bin kein Wissenschaftler. Ich bin nur ein normaler Mensch der lebt. Und nun regt es mich aber doch auf.

Immer nur noch negativ

Natürlich, wir haben ein riesen Problem. Niemand wird das ernsthaft bestreiten wollen. Und nur weil man sich einmal gegen die ganzen „Aktionen“ und Aktivisten äußerst ist man da doch noch lange nicht anderer Meinung, sondern ist mit der Art und Weise bloß nicht einverstanden. Wir haben mega große Probleme mit der Sauberkeit auf unserem Planeten, insbesondere mit Plastik die im Meer schwimmt! Die Ursache dafür sind wir selbst!
Wir haben deutliche Probleme mit der Klimaerwärmung. Sicherlich haben wir hier einen Einfluss darauf, doch wie groß der von und Menschen gemachte Einfluss ist, welche anderen Faktoren Einfluss haben, das hat mir bisher noch niemand vorrechnen können. Ich denke selbst die Wissenschaftler können nur wenig davon erklären was wie zusammenhängt.
Haben wir ein Problem mit der Luftverschmutzung? Verdrecken plötzlich unsere Diesel Autos unsere Luft? Ja definitiv, aber schon hier will ich die Aussage mal ändern: wir hatten damit ein großes Problem, aber der Einfluss von PKWs auf die Luftverschmutzung geht längst zurück.
Die Probleme sind da, niemand kann sie leugnen. Aber irgendwie fehlt mir bei den ganzen Themen die uns die Medien da Tag für Tag auftischen der positive Aspekt. Es ist doch längst 12.

Danke Greta

Danke Greta Thunberg. Mit deiner aggresiven Art Dinge beim Namen zu nennen und ganze Regierungen an den Pranger zu stellen hast du eines klar werden lassen: Es wird nur noch geschimpft, gehetzt, verunglimpft, verboten. Es geht doch schon lange nicht mehr um konstruktive Diskussion und Verbesserungen. Die Medien haben diese Art in den letzten Jahren vorgemacht, es muss nur alles ein wenig apokalyptisch dargestellt werden und schon erreicht man damit die Massen. Und viele Menschen erreichen, sei es durch Webseiten Aufrufe oder Einschaltquoten, fördert ja auch den Verkauf von Werbung der Medienunternehmen.

Als hätten wir nichts erreicht

Als hätten wir in den letzten Jahren nichts gemacht, nichts erreichts, nichts verbessert. Doch das stimmt nicht, und das ist für mich der Aufreger schlechthin. Wir haben äußerst viel erreicht, es will aber niemand sehen. Es ist definitiv zu wenig um eine drastische Änderung der Erde zu verhinden. Eine Veränderung unseres Planeten ist nicht mehr zu verhindern, wir werden selbst mit den größten Anstrengungen vermutlich nur noch ein wenig Schadensbegrenzung betreiben können. Oder um das mal auf historische Art und Weise darzustellen: Es bringt nichts Opfergaben gegen den andauernden Regen vorzubringen, man sollte vielleicht auch mal anfangen über eine Arche nachzudenken.
Trotzdem, Panik bringt niemanden weiter, und man sollte bei all den Diskussionen doch mal die bereits erreichten Dinge im Auge haben. Und da gibt es viel:

  • Noch vor wenigen Jahrzehnten waren die Gewässer in Deutschland oft schmutzig. Die Wasserqualität haben wir in den letzten Jahren so erheblich verbessert. Im Flüsschen Ilm im Ilmkreis gibt es wieder Biber. Diese waren während der DDR Zeiten und der damaligen Industrie nicht mehr heimisch. Bei vielen anderen, auch großen Flüssen, hat sichd as Bild ebenfalls drastisch verbessert in den letzten Jahren. Wir bauen Filter ein, Kläranlagen, es gibt Auflagen über Auflagen. Nicht mal mehr einen Kickerplatz für die Fussball Kids kann man ohne Auflagen des Umweltamtes mehr einrichten. Der Gewässerschutz ist monströs. Es wird viel getan und das zeigt Wirkung. Leider nicht überall auf der Welt.
  • Die Luftverschmutzung, haben wir diese nicht auch in den letzten Jahrzehnten drastisch verbessert? Kohlekraftwerke und Industrie die die Luft verschmutzt wurden über die Jahre immer sauberer. Warum wird so getan als hätten wir erst „jetzt“ plötzlich Probleme damit. Es wird längst reguliert und beauflagt.
  • Mobilität: Früher waren alte Autos ohne Katalysator, Dampfmaschinen und Dampflokomotiven unterwegs. Heute haben wir die effektivsten Motoren die man sich vorstellen kann, Züge fahren elektrisch am besten, und wir erzeugen Energie aus Solar und Windkraft. Ist das denn kein Fortschritt?

Mobilität

Was mich am meisten aufregt ist die totale Demontage unserer Mobilität die wir, vor allem in Deutschland, auf ein technologisch so hohes Niveau entwickelt haben. Plötzlich sind die Diesel Automobile an allem Schuld?
Wenige Jahre sind vergangen, da hatten Diesel PKW weder einen Katalysator, noch eine Einspritzung, noch einen Partikelfilter. Haben alle die Stinker und Qualmer vergessen die früher auf den Straßen unterwegs waren. Und die Entwicklung bei den Benzinern war doch ebenso. Sie haben 10-15 Liter gebraucht bei nur der hälfte der Leistung von heute.
Ich fahre einen Diesel aus Überzeugung, und das habe ich mir durch alle Klima- und Feinstaubhysterie auch nicht vermiesen lassen. Unsere Familie benötigt solch ein Fahrzeug. Um auch mal längere Strecken schnell überwinden zu können. Ich sehe dafür aktuell keine Alternative. Und vor noch wenigen Jahren waren solche Eckdaten unerreichbar. Mit Katalysator, Partikelfilter und AdBlue ausgestattet fährt man mit einem 190PS Fahrzeug und einem Verbrauch von ca. 5 Liter / 100km durch die Gegend. War das vor 20 Jahren möglich? Mag sein das das Verkehrsaufkommen insgesamt gestiegen ist, aber wir haben in den letzten Jahren die Sauberkeit unserer Fahrzeuge dramatisch erhöht und den Kraftstoffverbrauch minimiert. Wir haben doch viel erreicht!

Der Regenwald

Es ist schlimm wenn der Regenwald brennt und es ist eine Schande das man irgendwie machtlos gegen die Feuer ist. Doch ist das kein plötzliches Problem unserer Welt. Europa war vor langer Zeit bewaldet. Wir europäer haben schon vor hunderten Jahren den europäischen Urwald zerstört. Gerodet und Platz für Acker und Städte geschaffen. Wir regen uns nun auf über das was in Brasilien passiert, haben vor langer Zeit aber den selbern Fehler begangen. Welche Auswirkungen hatte das auf das Weltklima? Und haben wir daran etwas verändert, oder übersehen wir das fast nur industriell genutzer Baumbestand da steht wo früher mal echter Wald war? Wieviele unser Kinder haben schon einmal einen „echten“ Urwald gesehen?
Es gibt Fortschritte, und Pläne. Immer mehr Wälder werden wieder belassen wie sie sind und dürfen sich wieder in ihre ursprüngliche Form verwandeln. Das geht vielleicht nicht so schnell wie erwartet, aber es passiert.

Gegendiskussion

Hört auf immer nur noch gegen irgendetwas zu diskutieren. Man wird absolut nichts erreichen wenn man nur „gegen“ die anderen hetzt. Es hat zwar mit dem Klima nichts zu tun, aber das beste Beispiel sind aktuell unsere Parteien. Als haben sie kein anderes Thema mehr verfallen sie oft nur in endlose Debatten gegen die Parteien die sie als falsch ansehen. Sie stellen nur noch die anderen Bösen dar und vergessen sich selbst und ihre eigene Aufgabe.
Und so ist das bei unserem Klimadesaster auch. Es wird immer nur noch „gegen“ argumentiert, und nicht dafür was richtig wäre.

Gegen Kohlekraft. Gegen Automobile. Gegen Verbrennungsmotoren. Gegen Flugzeuge. Gegen Plastik. Gegen Müll. Gegen Regierungen. Gegen uns Menschen.

Das Auto: Ich werde nicht gegen Autofahren sein. Ich bin nicht gegen Diesel, und ich bin auch nicht gegen Elektroautos. Wäre der Preis gerechtfertigt dann hätten wir vermutlich längst ein Elektrofahrzeug. Meine Frau fährt morgens 6km an die Arbeit, und am Nachmittag 6km wieder nach Hause. Na klar würde sich hier ein E-PKW viel besser machen als ein Verbrenner, der kommt auf den 6km nie auf Betriebstemperatur! Irgendwann steht das e-Mobil sicher im Hof, aber nicht solange der „Zweitwagen“ mehr Kosten verschlingt wie die große Familienkutsche. Man muss einfach nur die Bedingungen für Elektroautos verbessern, dann steigt ihr Anteil von selbst, denn es gibt genügend Beispiele wo das passt. Man muss aber auch verstehen das Elektroautos nicht das Allheilmittel sein werden!

Das Fahrrad: Ich liebe das Fahrrad. Ich fahre sehr viel mit dem Mountainbike im Wald umher. Ich hasse es wenn in Diskussionen Interessen der Autofahrer gegen die Radfahrer ausgepsielt werden. Die bösen Autofahrer müssten den Radfahrern mehr Raum zur Verfügung stellen…. Ich kann nur mit dem Kof schütteln. Wart ihr schon einmal in Holland? Ich brauche beides, sowohl das Auto wie auch mein Mountainbike. Aber hört auf gegen die Autos zu stänkern wenn ihr mehr Radfahrer haben wollt. Tut etwas für die Radfahrer. Als Beispiel unser schöner Ilmtal Radweg: Wunderbar idyllisch gelegen in Wäldern, am Fluss entlang, über Wiesen und Felder. Aber wehe ihr kommt zu Ortschaften: Egal ob Ilmenau, Langewiesen, Stadtilm, Gräfinau. Der Radweg ist eine Schande in den Ortschaften. Wenn ihr den Verlauf denn überhaupt findet so ist das meist wie normales auf der Straße fahren. Das wird so nicht mehr Radfahrer anlocken, das macht einfach keinen Spaß. Und bitte, Autofahrer können da nichts dazu. Tut etwas für die Radfahrer, dann werden das von ganz alleine mehr!

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