Ein MCP-Server, viele Plesk-Server: Mein Projekt geht den nächsten Schritt

Wer mehrere Plesk-Server betreibt, kennt den Alltag: Domains nachschlagen, Kundenkonten verwalten, Serverinformationen prüfen und zwischendurch eine WordPress-Installation betreuen. Die Aufgaben ähneln sich, verteilen sich aber auf unterschiedliche Systeme. Genau hier setzt unser Projekt plesk_mcp an: Es verbindet KI-Assistenten über das Model Context Protocol, kurz MCP, mit der Plesk-Verwaltung.

Unsere eigene MCP-Server-Version ist vor allem deshalb entstanden, weil wir mehrere Plesk-Server über eine einzige Anbindung nutzen wollen. Als Betreiber verwaltet man schließlich häufig mehr als einen Hosting-Server. Für zehn Plesk-Server auch zehn separate MCP-Server einzurichten und zu pflegen, erschien uns wenig sinnvoll. Unser Ansatz: einmal installieren, die gewünschten Plesk-Instanzen hinterlegen und zentral darauf zugreifen.

Jeder angebundene Plesk-Server erhält seine eigene Konfiguration mit Serveradresse und API-Key. Der KI-Assistent kann die verfügbaren Instanzen abfragen und seine Werkzeugaufrufe gezielt an den richtigen Server richten. So lässt sich beispielsweise die Domainliste einer bestimmten Instanz abrufen, ohne dafür eine weitere MCP-Anbindung einzurichten.

Der Funktionsumfang reicht von Domain- und Kundenverwaltung über Serverinformationen bis zur Integration des WordPress Toolkits. Damit stehen auch Werkzeuge für WordPress-Installationen, Backups, Wartungsmodus und weitere Verwaltungsaufgaben zur Verfügung. Welche Aktionen tatsächlich möglich sind, hängt von den Berechtigungen und den Funktionen des jeweiligen Plesk-Servers ab.

Mit Version 0.11.0 haben wir die technische Basis überarbeitet und die Mehrserver-Verwaltung verbessert. Sind mehrere Server hinterlegt und ist keine Standardinstanz eingerichtet, muss das Ziel ausdrücklich angegeben werden. Neu über das Einrichtungstool hinzugefügte Instanzen stehen sofort zur Verfügung. Außerdem haben wir Abhängigkeiten aktualisiert, die TLS-Zertifikatsprüfung standardmäßig aktiviert und Zeitlimits für API-Anfragen ergänzt.

Das Projekt entsteht aus unserem eigenen Hosting-Alltag und soll besonders dort helfen, wo mehrere Plesk-Systeme gemeinsam betreut werden. Quellcode, Installationsanleitungen und die Möglichkeit, Fehler oder Verbesserungsvorschläge einzureichen, findet ihr auf GitHub:

Zum GitHub-Repository: Powie/plesk_mcp