Test: FT 180 Raptor

Die neue FT 180 Raptor in der Light Version. Wir konnten für euch diese aktuelle Turbine von Alfred Frank Modellturbinen testen!

Bestellung und Lieferung

Die Bestellung erfolgt auf die einfachste Weise: telefonisch! Kein mühsames klicken im Onlineshop! Man ruft einfach an und kann in einem Gespräch alle Details über Typ, Version, Lieferumfang, Lieferdatum und alles was man wissen möchte besprechen. In diesem Fall haben wir auf die Lieferung im Paket verzichtet und uns auf den Weg gemacht zum Meister persönlich und haben unser Triebwerk abgeholt. Sehr zu empfehlen, der Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Bei Abholung haben wir die Turbine auf dem Prüfstand vorgeführt bekommen und wurden in die Handhabung eingewiesen.

Lieferumfang

Die FT 180 Raptor kommt nicht in einem Pappkarton daher sondern verpackt in einem schicken Alukoffer. In diesem sind alle Komponenten enthalten die man benötigt. Hier auch gleich eine gute Übersicht über das gesamte Systemgewicht:

FT 180 Raptor Light 1594 g
Frank X-Power ECU (Projet Hornet 3) 72 g
Frank Absperrventil 52 g
Kraftstoffpumpe 69 g
Daten und Power Kabel 80 g
Halteschelle 76 g
Gesamt ca. 1950g

Der Lieferumfang: Koffer, Triebwerk mit Fog Sieb, ECU mit Anleitung, Frank Ventil, IO Platine, mehrere Datenkabel, Power Kabel, Handbuch und Prüfbericht, verschiedene Festo Teile, Filter, Tank-Pendel, Kraftstoffschlauch, Daten Terminal und Befestigungs Schelle.

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Das Triebwerk

Hatten wir bereits auch andere Frank Turbinen im Test so sieht man schnell das hier ein ganz neues Triebwerk entwickelt wurde welches weder innerlich noch äußerlich mit den TJ Triebwerken Gemeinsamkeiten hat. Die spezielle Light Version der Raptor spart ca. 250g Gesamtgewicht ein. Unter anderem wird dies durch ein anderes Haupt-Gehäuse erreicht sowie einen edlen Verdichterdeckel welcher in Sichtkohle hergestellt wurde. Im Gesamtgewicht ist auch der bereits installierte Staubschutz der Triebwerkes schon enthalten! Es gibt keine „Aufbauten“ mehr am Triebwerk. Sowohl das Kerosinstart Element wie auch die Elektronik des Temperaturfühlers sind integriert.

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Nur noch ein Anschluss!
Die FT 180 Raptor hat auch nur noch einen Kraftstoff Anschluss. Das notwendige Ventil für den Kerosinstart befindet sich in der Turbine. Somit kann man auch keine Anschluss Leitungen mehr verwechseln.
Das neue Servo Absperrventil von Frank wird vor der Turbine betrieben. Gegenüber herkömmlichen Magnetventilen benötigt es keinen dauerhaften Strom um offen zu sein. Über spezielle Impulse der ECU wird es geschlossen oder geöffnet. Zudem ermöglicht es einen wesentlich höheren Durchfluss als die bekannten Magnetventile. Dies ist insbesondere bei solch starken Triebwerken und einem Verbrauch von ca. 600ml bei Vollast notwendig!

Drehzahlen: 35.000 rpm bei Leerlauf, 123.000 rpm bei Vollgas.

An der Unterseite am hinteren Gehäuse des Triebwerkes gibt es eine spezielle Ablass Schraube. Diese kann geöffnet werden um Kraftstoff ablassen zu können, sollte die Turbine ungewollt geflutet wurden sein.

Als Wartungsintervall gibt der Hersteller 25 Betriebsstunden an. Die Laufzeit kann mit dem Terminal aus der ECU abgelesen werden.

Kraftstoff

Die FT 180 Raptor kann mit Diesel betrieben werden!
Der Dieselbetrieb ist seid einigen Monaten bei allen Frank Turbinen Standard. In einem Langzeittest wurden hierfür verschiedene Dinge optimiert die das ermöglichen (Lager, Brennkammer, etc.). Shell V-Power Diesel wird mit nur 2 % vollsynthetischen Zweitakt Öl  gemischt. Dies ergibt eine nicht zu verachtende Kosten Ersparnis Diesel zu Kerosin (aktuell 1,50€ zu 2,05 €) und auch beim Zweitaktöl (Menge und Preis). Der Verbrauch wird mit 660ml / Minute bei Vollgas angegeben.

Fazit

Das ist nun nicht die erste Frank Turbine die wir in den Händen halten durften. Mit aber zum Beispiel der TJ70/16 ist hier eigentlich nichts mehr vergleichbar. Das Triebwerk ist von Grund auf neu designed. Die Brennkammer ist für Dieselbetrieb optimiert. Das neue Gehäuse mit dem Kohle Verdichterdeckel lässt sie auch optisch anders erscheinen. Das Triebwerk hat in der Light Version deutlich Gewicht abgespeckt. Zusammen mit der Hornet 3 ECU zeigte die FT-180 sehr niedrige Hochlaufzeiten von Leerlauf auf Höchstdrehzahl auf dem Teststand. Besonders in den unteren Drehzahlen ein interessantes  aggressives Geräusch. Mit Produkten anderer Hersteller verglichen ist die FT180 auch für einen attraktiven Preis zu haben.

Bilder

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